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Auf Einladung des deutschen Recihskanzlers Otto von Bismarck findet vom 15.11.1884 bis 26.02.1885 die sogenannte Afrika-Konferenz statt. Das daraus entstehende Schlussdokument die Kongo-Akte, ist die Grundlage für eines der größten Verbrechen der Geschichte: die willkürliche Aufteilung des afrikanischen Kontinents in europäische Kolonien.
Bis heute bestimmen die Folgen der Kolonialzeit die Gegenwart Afrikas.
Unter dem Titel 1884 entstehen in der Werkstatt der Kulturen Songs zum Thema Kolonialismus und Postkolonialismus. Die Musik basiert auf einer intensiven Arbeit mit Filmkuratoren und Referenten.
Im Rahmen von 48h Stunden Neukölln präsentiert die Werkstatt der Kulturen das History-Projekt 1884 - mit 3 Filmen zum Thema Kolonialismus & Widerstand.
Filme
16 Uhr
La Bataille d'Alger
Algerien/Italien 1965, Regie: Gillo Pantecorvo, frz. mit engl. UT
Eine italienisch-algerische Produktion, die den algerischen Unabhängigkeitskampf von 1945 - 1960 dokumentiert.
20 Uhr 30
Rostov-Luanda (Documenta x - die Filme)
Angola/Mauretanien 1997, Regie: Abderrahmane Sissako, deutsch
Rostov und Luanda sind die Stationen der Biographie des afrikanischen Regisseurs, der von der Suche nach der verlorenen Heimat und der ewigen Wanderschaft erzählt.
22 Uhr
Lumumba
Kongo 2000, Regie: Raoul Peck, frz. mit dt. UT
Der Kongo wurde im Zuge der Afrika-Konferenz zum persönlichen Eigentum von König Leopold II. von Belgien erklärt. Nach der Unabhängigkeit 1960 wurde der Regierungschef Patrice Lumumba nach rund zwei Monaten seines Amtes enthoben und verschleppt, als er die Unterdrückung, Missachtung & Ausbeutung durch die belgische Kolonialverwaltung anprangerte.
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