Gnaoua Festival Berlin No2
Mittwoch 14.08.2019 10:00 | Club
Eintritt: frei
Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen
Kurator/-in: Alaa Zouiten
Produktion
MASTERCLASS
MASTERCLASS MIT MAJID BEKKAS & ALY Keïta
10:00h | Club
Eintritt: frei
Nur für professionelle Musiker*innen. Anmeldung erforderlich
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Nach der 1. Festival-Edition bereits ein Klassiker: die Gnaoua-Masterclass mit Mâalem Majid Bekkas. Der vielfach ausgezeichnete Gimbri- und Oud-Spieler Majid Bekkas zählt zu den internationalen Stars der marokkanischen Musikszene und ist in Deutschland über die Zusammenarbeit mit Joachim Kühn und Klaus Doldinger einem großen Publikum bekannt. Allein das Trio Majid Bekkas, Joachim Kühn und Ramón López veröffentlichte fünf sehr erfolgreiche und mit Preisen ausgezeichnete Alben auf dem renommierten Jazzlabel ACT. Das GNAOUA FESTIVAL BERLIN möchte die Masterclass zu einem wiederkehrenden Angebot zugunsten der Berliner Szene etablieren. Als Coach setzt der charismatische Majid Bekkas in diesem Jahr neue musikalische Schwerpunkte. Unterstützt wird er von seinem langjährigen Kollegen Aly Keïta (Balafon), dem Berliner Star der subsaharischen Musik. Beide Mâalems - beide Meister - werden an zwei Tagen zusammen mit professionellen Berliner Musiker*innen in einer Art musikalischem Labor neue Stücke erarbeiten. Das Ergebnis wird in dem Konzert »MASTERCLASS BAND – MAJID BEKKAS & ALY KEITA« am 16. August dem Publikum präsentiert. |
GNAOUA FESTIVAL BERLIN No2*
ARCHIV & AVANTGARDE – AFRICAN CULTURAL HERITAGE
Sie kamen aus Ländern Westafrikas, die heute Mauretanien, Senegal, Niger und Mali heißen, viele von ihnen auch aus dem Westsudan. Jahrhundertelang wurden West-Afrikaner*innen, oftmals noch im Kindesalter, gekidnappt, versklavt und auf Karawanenhandelswegen in die heutigen Maghreb-Staaten verschleppt. Eines der größten Zentren des transsaharischen Menschenhandels befand sich im 16. Jahrhundert in Marokko, etwa 150 Kilometer von Marrakesch entfernt.
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Heute ist Essaouira eines der wichtigsten Zentren der Gnaoua-Kultur. Zur Herkunft des Begriffs »Gnaoua« oder auch »Gnawa« gibt es verschiedene Annahmen. Vermutlich wurde er vom arabischen »Guinea«, also »Schwarz« abgeleitet. Möglich ist auch eine Ableitung aus dem berberischen akal n iguinaouen, »Land der Schwarzen«. Die »Gnaouis«, die Schwarzen Marokkaner*innen, führen ihren kulturellen Ursprung vor allem zurück auf die Bambara und Songhai, deren Reiche sich um den Niger konzentrierten und vom 15.-17. Jahrhundert sprachlich und kulturell für die Regionen prägend waren, den Haussa aus Staaten wie dem heutigen Benin, Nigeria, Kamerun und Niger, den Peul, deren Fürstentümer von Guinea über Senegal, Mauretanien, Mali und Tschad bis zum Sudan reichten, sowie auf die Kultur der Wolof in Senegal, Gambia und Mauretanien. Die spirituelle Musik dieser sehr unterschiedlichen westafrikanischen Herkunftskulturen kreolisierten die Gnaouis mit Sufi-Traditionen und Musikstilen der jüdischen und muslimischen Araber*innen und Amazigh Nord-Afrikas und entwickelten so ihre widerständige spirituelle Musik- und Heil-Praxis, die Gnaoua-Kultur, in dessen musikalischem Zentrum die treibende Rhythmik der metallenen »Krakeb«, der Vorgänger der Flamenco-Kastagnetten, steht. |
Kuration: Alaa Zouiten
Das GNAOUA FESTIVAL BERLIN No2 wird präsentiert von
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