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L’africanité als Kulturerbe

Anlässlich des Black History Month widmet sich die WERKSTATT DER KULTUREN der Musik Nord- und Subsahara-Afrikas

Berlin, 10.02.2019 – Der musikalische und organisatorische Tausendsassa, der Kurator, Komponist und Oud-Spieler, Vater des ersten Gnaoua Festival Berlin, Alaa Zouiten, präsentiert anlässlich des Black History Month 2019 eine Perle der sub-saharischen Musikkulturen: Amine Bliha und seine Band "Yban Yban" kommen am 21. Februar 2019 für Masterclass und Konzert nach Berlin! Alaa zu diesem Glücksfall: "Amine Bliha ist einer der Hauptvertreter der neuen Generation von marokkanischen Musiker*innenn, welche "L´africanité" nicht nur als "Inspirationsquelle" ihrer Kompositionen nutzen, sondern auch als Hauptteil des marokkanischen Kulturerbes ansehen."

Amine Bliha, Percussionist und Komponist aus Zagora, wurde in eine Musikerfamilie geboren, bereits im zarten Alter von 12 Jahren kam es wie, es kommen musste: Amine Bliha gründete sein erstes Musikprojekt: "Dakka El Marrakchiya". Es folgt 2002 am Konservatorium der Königlichen Gendarmerie von Rabat, ein Studium der Musiktheorie und Perkussion.

Bliha entdeckt durch den puertorikanischen Perkussionisten Giovanni Hidalgo seine Liebe zur Perkussion Mittel- und Südamerikas und durch den guineischen Perkussionisten Mamady Keita ebenso seine Liebe für westafrikanische Perkussion.

2007 beginnt Amine Bliha eine Ausbildung an der Ecole Supérieure de la Batterie Dante Agostini. Es folgen nationale und auch internationale Autritte mt weltbekannten Künstler*innen wie Bassekou Kouyate, Aly Keita, Corey Harris, l’maâlem Hamid El Kasri, Majid Bekkas, die Amine Blihas Stil weiter prägten durch Einflüsse des Gnaoua und der Global Music Szene.

Seit 2014 gibt Amine Bliha Masterclasses in Marokko vor regelmäßig bis zu 100 Perkussionist*innen. Selbst besuchte er Masterclasses beim "Capetown Jazz Festival" in Südafrika in Kapstadt, sowie in Pezu in Lima und in Rio in Brasilien. Sein aktuelles Projekt "YbanYban" ist geprägt von traditionellen afro-marokkanischen Musikkulturen.ufbau einer gerechteren Welt.

Donnerstag, 21.02.2019 | 19:30 | WERKSTATT DER KULTUREN | Saal
Eintritt: frei

Kuration: Alaa Zouiten

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals Black History Month Berlin und der Konzertreihe Arab Song Jam.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen und Ihre ausführliche Berichterstattung!

Download Pressemitteilung

 

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month mit Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück, als der afro-amerikanische Historiker Dr. Carter G. Woodson die NEGRO HISTORY WEEK initiierte, um die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die Errungenschaften von Afro-Amerikanern zu unterrichten.

Der erste deutsche Black History Month fand im Jahre 1990 statt und wurde von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) organisiert.

Auch die WERKSTATT DER KULTUREN macht mit verschiedenen Veranstaltungen jeden Februar Schwarze Kultur, Geschichte und Gegenwart sichtbar - jeweils mit variierenden Schwerpunkten. Vom 01.-28. Februar 2019 finden mehr als 20 Veranstaltungen statt - mit dem Fokus Music of the Black Atlantic: Mit seinem Buch 1993 erschienen Buch The Black Atlantic: Modernity and Double Consciousness prägte der britische Historiker und Experte der Musik afrikanischer Diaspora-Kulturen Paul Gilroy den Begriff. Die atlantische Welt, so argumentierte Gilroy, sei tiefgreifend durch Versklavung und Menschenhandel geprägt, denn zwischen 1492 und 1820 waren ca. 2/3 der Menschen die den Atlantik in Richtung der Amerikas durchquerten Afrikaner*innen.

Diese gewalttätige, brutale Migration spielte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung eines Schwarzen Bewusstseins in den Amerikas und Europa. Jedoch, so Gilroy, ist dieses Schwarze Bewusstsein ambivalent: es weist weiße Kultur nicht ab, sondern formt sie aktiv mit. Im Grunde hat es einen Weg gefunden schöpferisch den Atlantik erneut zu durchqueren um eine zentrale Rolle in der Entstehung der Postmoderne zu spielen.

Die WERKSTATT DER KULTUREN möchte mit dem diesjährigen Black History Month einerseits all diejenigen ehren die über die Jahrhunderte, unter sehr schwierigen Bedingungen im atlantischen Raum widerständige Musiken geschaffen haben die heute weltweit gehört werden und andererseits Bands vorstellen die afrikanische und afro-diasporische Musiken vorstellen, wie sie heute im Schwarzen Atlantik gespielt werden.

Neben Film-Screenings, Meisterklassen, Vernetzungstreffen, Diskussionsrunden und Parties finden von verschiedenen Kurator*innen entwickelte Konzertreihen statt, die die Schwarze Musik des atlantischen Raums zelebriert: Reggae aus Jamaika, Blues, Gospel, Jazz und Soul aus den USA, Gnawa aus Marrokko, Rumba und Salsa aus Kuba und dekolonialer, deutscher Hiphop made in Berlin!




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DIE WERKSTATT DER KULTUREN

         

Als Veranstaltungshaus und (Festival)Produzentin macht sich die WERKSTATT DER KULTUREN als einzige Einrichtung der Stadt zur Aufgabe, aktuelle (kultur- und migrations) -politische Entwicklungen in den Blick zu nehmen und sie mittels unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Aktionsformen zu thematisieren.

Im Herzen von "Kreuzkölln" schafft sie (Frei)Räume zur Kommentierung und Mitgestaltung laufender Diskurse und zur Gestaltung und Sichtbarmachung von Kunst- und Kulturproduktionen aus den unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Milieus der Stadt – unter besonderer Berücksichtigung der Arbeiten von People of Color, Schwarzer Menschen und Angehöriger weiterer kultureller Minderheiten.

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