Legenden des Jazz
Anlässlich des Black History Month 2019 widmet sich die WERKSTATT DER KULTUREN Schwarzer Musikkulturen
Berlin, 28.01.2019 – Ob R’n’B, Blues, Gospel oder Soul, Gnaoua, Rumba, Salsa oder Son, Jazz, Reggae oder Hiphop – ohne Schwarze Künstler*innen im und aus dem atlantischen Raum wären diese nicht mehr wegzudenkenden Stile nie entstanden.
„Der diesjährige Black History Month ehrt und feiert diese Entwicklung und ihre Protagonist*innen“, so Philippa Ebéné, Leiterin der WERKSTATT DER KULTUREN. Insgesamt finden vom 1.- 28. Februar mehr als 20 Veranstaltungen in der WERKSTATT DER KULTUREN statt. Neben dem Schwerpunkt-Event zu Music of the Black Atlantic finden sich auch Film-Screenings, Meisterklassen, Vernetzungstreffen, Diskussionsrunden und Parties im Programm.
Die atlantische Welt, so argumentierte der britische Historiker und Experte der Musik afrikanischer Diaspora-Kulturen Paul Gilroy in seinem 1993 erschienenen Standardwerk The Black Atlantic: Modernity and Double Consciousness, sei tiefgreifend durch Versklavung und Menschenhandel geprägt, denn zwischen 1492 und 1820 waren ca. 2/3 der Menschen, die den Atlantik in Richtung der Amerikas durchquerten, Afrikaner*innen. Diese gewalttätige Migration spiele eine Schlüsselrolle in der Entwicklung eines Schwarzen Bewusstseins in den Amerikas und Europa. Jedoch, so Gilroy, ist dieses Schwarze Bewusstsein ambivalent: es weist weiße Kultur nicht ab, sondern formt sie aktiv mit. Im Grunde hat es einen Weg gefunden, schöpferisch den Atlantik erneut zu durchqueren, um eine zentrale Rolle in der Entstehung der Moderne und Postmoderne zu spielen.
„Vor allem in der Musik haben Schwarze Künstler*innen die Geschichte geprägt“, so Philippa Ebéné weiter. „Wir freuen uns sehr, dass wir sechs Kurator*innen mit einer unschlagbaren Expertise aus den Bereichen Musik, Film, Literatur und Geschichte für die Programm-Ausarbeitung des diesjährigen Black History Month gewinnen konnten!“
Unter ihnen: Fuasi Abdul-Khaliq, Saxophonist, Komponist, Produzent, Bandleader des hauseigenen Jazz-Ensembles „Little Big Band“ und erfolgreicher Kurator der Reihe HOMAGE SESSION in der WERKSTATT DER KULTUREN, der in der vierteiligen Tribute-Konzertreihe „Legenden des Jazz“ eben diese vorstellen möchte – jeden Sonntagnachmittag im Februar.
Für den gebürtigen US-Amerikaner Fuasi ist das Feiern des Black History Month selbstverständlich Ehrensache: "Der Black History Month bietet die einmalige Möglichkeit, die Rolle Schwarzer Menschen in der Weltgeschichte, aber auch in der US-amerikanischen Geschichte herauszuheben. Im Zusammenhang mit der Musikgeschichte möchte ich vier Giganten des Jazz ehren: Thelonius Monk, Art Blakey, Charles Mingus and John Coltrane – unangefochtene Ikonen des Genres!“
Die Reihe „Legenden des Jazz“ startet am 3.2.2019 um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die aktuellen Besetzungen, Interview- und Fotoanfragen sowie weitere Informationen auf www.werkstatt-der-kulturen.de
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DIE WERKSTATT DER KULTUREN
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Als Veranstaltungshaus und (Festival)Produzentin macht sich die WERKSTATT DER KULTUREN als einzige Einrichtung der Stadt zur Aufgabe, aktuelle (kultur- und migrations) -politische Entwicklungen in den Blick zu nehmen und sie mittels unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Aktionsformen zu thematisieren. Im Herzen von "Kreuzkölln" schafft sie (Frei)Räume zur Kommentierung und Mitgestaltung laufender Diskurse und zur Gestaltung und Sichtbarmachung von Kunst- und Kulturproduktionen aus den unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Milieus der Stadt – unter besonderer Berücksichtigung der Arbeiten von People of Color, Schwarzer Menschen und Angehöriger weiterer kultureller Minderheiten. Und das seit 25 Jahren: Download Magazin "WERKSTATT DER KULTUREN: Kunst, Kultur, Aktion" |
