Der Februar ist Schwarz
Black History Month in der WERKSTATT DER KULTUREN mit Music of the Black Atlantic
Berlin, 22.01.2019. Die WERKSTATT DER KULTUREN feiert einen Monat lang Schwarze Geschichte und Kultur; in diesem Jahr unter der Schwerpunktsetzung „The Music of the Black Atlantic“.
Mit seinem 1993 erschienenen Buch The Black Atlantic: Modernity and Double Consciousness prägte Paul Gilroy, der britische Historiker und Experte für Musik afrikanischer Diaspora-Kulturen, den Begriff "Black Atlantic". Die atlantische Welt, so argumentiert Gilroy, sei tief greifend durch Versklavung und Menschenhandel geprägt, denn zwischen 1492 und 1820 waren ca. 2/3 der Menschen, die den Atlantik in Richtung der Amerikas durchquerten, Afrikaner*innen.
Diese gewalttätige Migration spielte und spielt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung eines Schwarzen Bewusstseins in den Amerikas und Europa und wird beim Berliner Black History Month 2019 zum spannenden Schwerpunktthema. Denn Schwarzes Bewusstsein, so Gilroy, sei ambivalent: Es weist weiße Kultur nicht ab, sondern formt sie aktiv mit. Im Grunde hat es einen Weg gefunden, schöpferisch den Atlantik erneut zu überqueren, um eine zentrale Rolle in der Entstehung der Postmoderne zu spielen.
„Wir möchten mit dem diesjährigen Black History Month einerseits all diejenigen ehren, die über die Jahrhunderte unter sehr schwierigen Bedingungen im atlantischen Raum widerständige Musiken geschaffen haben, die heute weltweit gehört werden,“ so Philippa Ebéné, Leiterin der WERKSTATT DER KULTUREN, „und andererseits Bands vorstellen, die afrikanische und afro-diasporische Musiken präsentieren, wie sie heute in diesem Raum gespielt werden.“
Insgesamt finden vom 01.-28. Februar mehr als 20 Veranstaltungen im Rahmen des Black History Month 2019 in der WERKSTATT DER KULTUREN statt. Neben Film-Screenings, Meisterklassen, Vernetzungstreffen, Diskussionsrunden und Parties finden von verschiedenen Kurator*innen entwickelte Konzertreihen statt, die die Schwarze Musik des atlantischen Raums zelebrieren: Reggae aus Jamaika, Blues, Gospel, Jazz und Soul aus den USA, Gnaoua aus Marokko, Rumba und Salsa aus Kuba und dekolonialer, deutscher Hiphop made in Berlin!
Hier ein paar Appetithappen:
Programm des Black History Month 2019*
01.02.2019 | 21:00h | KONZERT | 1884 reloaded: A revue of the History of Spirituals, Blues, Jazz, Soul & RNB
02.02.2019 | 16:00h | VORTRAG & PARTY | Der Weg zu einem afrikanischen Denkmal
02.02.2019 | 20:00h | KONZERT | Bebop meets Hiphop
03.02.2019 | 16:00h | KONZERT | Legenden des Jazz: Tribute to Thelonious Monk
07.02.2019 | 19:30h | FILM | Beyond Spring: "Concerning Violence"
08.02.2019 | 21:00h | KONZERT | 1884 reloaded: Afro Cuban Jazz in the Diaspora
09.02.2019 | 20:00h | KONZERT | Bebop meets Hiphop
10.02.2019| 16:00h | KONZERT | Legenden des Jazz: Tribute to Charles Mingus
15.02.2019 | 21:00h | KONZERT | 1884 reloaded: Caribbean Music in the Diaspora - Reggae Night
16.02.2019 | 20:00h | KONZERT | Bebop meets Hiphop
17.02.2019 | 16:00h | KONZERT | Legenden des Jazz: Tribute to Art Blakey
19.02.2019 | 19:00h | FILM | Black Cuba IV - Rumba Cubana Homage
21.02.2019 | 19:30h | KONZERT | ARAB SONG JAM goes Marocco: Amine Bliha & Yban Yban Project
22.02.2019 | 21:00h | KONZERT | 1884 reloaded: Modern Black Music in the Diaspora - Afro Beat Club Night
22.02.2019 | 10:00h | VERNETZUNGSTREFFEN | "NSU Komplex" auflösen
23.02.2019 | 10:00h | VERNETZUNGSTREFFEN | "NSU Komplex" auflösen
23.02.2019 | 20:00h | FILM | The Mayor's Race
23.02.2019 | 20:00h | KONZERT | Bebop meets Hiphop
24.02.2019 | 16:00h | KONZERT | Legenden des Jazz: Tribute to John Coltrane
*Änderungen vorbehalten.
Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen und Ihre ausführliche Berichterstattung!
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