Wie einst bei Jimi Hendrix und Archie Shepp: Gnawa-Fusion-Konzert in der Berliner WERKSTATT DER KULTUREN
ARAB SONG JAM goes BLACK HISTORY MONTH 2018
BERLIN, 10.01.2018. Beim jährlichen Gnawa-Festival im marokkanischen Essaouira zelebrieren regelmäßig mehr als 45.000 Menschen die tranceartige Musik, die vor mehr als drei Generationen von der Westküste des Kontinents nach Marokko gelangte. Pünktlich zum BLACK HISTORY MONTH bringt der marokkanische Oud-Virtuose Alaa Zouiten am Donnerstag, den 15. Februar 2018, als Kurator der monatlich stattfindenden Konzertreihe ARAB SONG JAM goes Maghreb nun Gnawa-Musik in die Berliner WERKSTATT DER KULTUREN!
Edition „Gnawa-Musik“ würdigt nachhaltigen Einfluss afrikanischer Musiker*innen auf Jazz-Entwicklung
„Mit dem Special Gnawa-Musik würdigt die WERKSTATT DER KULTUREN bei ARAB SONG JAM goes Maghreb im Rahmen des Festivalmonats BLACK HISTORY MONTH die jahrhundertelange Tradition der Gnawa-Meister, deren Vorfahren als versklavte Menschen aus den heutigen westafrikanischen Staaten Mauretanien, Senegal, Niger und Mali nicht nur den Sound Marokkos erneuerten, sondern auch nachhaltigen Einfluss auf die internationale Entwicklung des Jazz hatten,“ so Philippa Ebéné, Leiterin der WERKSTATT DER KULTUREN. „Phantastische Gnawa-Musiker*innen, wie beispielsweise der große Maleem Mahmoud Ghania, trugen in Fusion-Projekten mit renommierten Jazzmusiker*innen wie Pharoah Sanders zur weltweiten Rezeption von Gnawa-Musik bei.“
Tatsächlich entdeckten etliche Jazz-Größen wie Randy Weston, Archie Shepp oder Joe Zawinul in den 1960er Jahren die Trancemusik der Gnawa für sich - aber auch Rockstars wie Jimi Hendrix ließen sich von marokkanischen Gnawa-Meistern inspirieren.
Fusion von Gnawa und Jazz beim ARAB SONG JAM
Das Konzept der Konzertreihe ARAB SONG JAM ist der Schwarzen US-amerikanischen Jam-Session-Kultur der 40er Jahre entlehnt: Dabei wird das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder Quartett eröffnet, während für das zweite Set neu in der Stadt befindliche Musiker*innen beim Bandleader vorstellig werden können, um gegebenenfalls einsteigen zu dürfen. „All the musicians know these jazz sessions. So we use that technique on Arab songs", erklärt Bandleader Zouiten den Erfolg des Konzepts von ARAB SONG JAM in The New York Times. "It is a great idea because it brings popular Arab songs to life here in Berlin“.
Denn ähnlich wie sich diese Jazz-Jam-Sessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientieren, bedient sich die monatliche Konzertreihe ARAB SONG JAM goes Maghreb aus dem reichen Schatz des arabischsprachigen Lied-Repertoires, bestehend einerseits aus Traditionals und andererseits aus Liedern, die durch die legendären Sängerinnen Oum Kalthoum aus Kairo und Fairuz aus Beirut in der gesamten arabischen Großregion verbreitet wurden. In der kommenden Edition „Gnawa-Musik“ werden bekannte Gnawa-Lieder sowohl auf arabisch als auch in Berber-Sprachen gespielt und mit Jazz und anderen Musik-Stilen fusioniert.
Neue Berliner*innen aus der arabischen Welt bringen ihre Musik in die Stadt
„Berlin is a city that is always hungry for new culture", weiß Philippa Ebéné, die das Veranstaltungsformat ARAB SONG JAM erstmals im März produzierte. „We have all these new Berliners from the Arab world“, wird sie in The Washington Post zitiert, „and they brought their music with them". „The jam session has become so popular“, betont auch Arab Times, „that the basement venue often has to close its doors because it has reached its capacity“.
Weitere Termine
- Do, 20.01.2018 | 19:30h | ARAB SONG JAM goes Maghreb: Traditionals aus Marokko
- Do, 01.02.2018 | 19:30h | ARAB SONG JAM
- Do, 15.02.2018 | 19:30h | ARAB SONG JAM goes Maghreb: Gnawamusik
- Do, 01.03.2018 | 19:30h | ARAB SONG JAM
- Do, 22.03.2018 | 19:30h | ARAB SONG JAM goes Maghreb: Les voix des berbères
Das Konzert findet im Rahmen des BLACK HISTORY MONTH statt, der alljährlich im Februar mit verschiedenen Veranstaltungsformaten in der WERKSTATT DER KULTUREN zur Sichtbarmachung von Schwarzer Kultur, Geschichte und Gegenwart begangen wird.
Bildmaterial der Reihe ARAB SONG JAM goes Maghreb können Sie hier downloaden.
PRESSE-KONTAKT:
Madeleine Rau
Tel.: +49 (0)30 60 97 70-15/25
redaktion@werkstatt-der-kulturen.de
Wissmannstraße 32 | 12049 Berlin
DIE WERKSTATT DER KULTUREN
|
Als Veranstaltungshaus und (Festival)Produzentin macht sich die WERKSTATT DER KULTUREN als einzige Einrichtung der Stadt zur Aufgabe, aktuelle (kultur- und migrations) -politische Entwicklungen in den Blick zu nehmen und sie mittels unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Aktionsformen zu thematisieren. Im Herzen von "Kreuzkölln" schafft sie (Frei)Räume zur Kommentierung und Mitgestaltung laufender Diskurse und zur Gestaltung und Sichtbarmachung von Kunst- und Kulturproduktionen aus den unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Milieus der Stadt – unter besonderer Berücksichtigung der Arbeiten von People of Color, Schwarzer Menschen und Angehöriger weiterer kultureller Minderheiten. Und das seit 25 Jahren: Download Magazin "WERKSTATT DER KULTUREN: Kunst, Kultur, Aktion" |
|
|
|
